Friedenslicht 2008

Von 5. Januar 20092009, Aktionen, Startseite

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Das Friedenslicht aus Betlehem leuchtete zur Weihnachtszeit (und vielleicht auch jetzt noch?!) in vielen Wohnungen unserer Gemeinde. Nachdem das Licht auch in diesem Jahr wieder von den Oberpleiser Pfadfindern am Bahnhof in Siegburg zusammen mit anderen Pfadfindern des Bezirks Siebengebirge in Empfang genommen wurde, reichten sie das Licht weiter und setzten damit ein gemeinsames Zeichen für den Frieden.

Die Flamme wurde in der Geburtsgrotte Jesu Christi in Betlehem entzündet und von Vertretern der anerkannten Pfadfinderinnen- und Pfadfinderverbände in Wien abgeholt. Per Zug wurde das Licht am Sonntag, den 13. Dezember, in über 30 zentrale Bahnhöfe in Deutschland getragen: von München bis Kiel und von Aachen bis Görlitz – sowie in andere Länder Europas und sogar bis nach Amerika. Bereits seit 1994 beteiligen sich deutsche Pfadfinder an der Aktion, die auf eine Initiative des ORF Linz zurückgeht, der bis heute das Licht in Betlehem abholt. Als Symbol für Frieden, Wärme, Solidarität und Mitgefühl soll das Licht an alle „Menschen guten Willens“ weitergegeben werden. Wer das Licht empfängt, kann damit selbst die Kerzen von Freunden und Bekannten entzünden, damit an vielen Orten ein Schimmer des Friedens erfahrbar wird, auf den die Menschen in der Weihnachtszeit besonders hoffen.

Die Oberpleiser Pfadfinder besuchten eine stimmungsvolle Andacht in der Krypta der Kirche auf dem Michelsberg in Siegburg. Anschließend wurde im dortigen Gästehaus zusammen gefrühstückt und danach machte sich die ganze Gruppe auf den Weg zum Bahnhof. Nach der Übergabe des Lichts durch einen mit dem ICE von Wien kommenden DPSG-Pfadfinder wurde ein Dankeslied gesungen und die Pfadfinder zerstreuten sich wieder. Am Abend wurde das Friedenslicht dann an die Besucher der Komplet auf dem Michelsberg verteilt.

Dieses „Zeichen des Friedens“ verteilten die Pfadfinder zuerst bei einer Messe im Konstantiahaus in Oberpleis. Das Licht wurde außerdem am Samstag des vierten Advents an alte und kranke Mitglieder der Gemeinde verteilt, zusammen mit kleinen Geschenken, die der Caritasausschuss vorbereitet hatte. Die anschließende 17.00 Uhr-Messe wurde zu einer „Friedenslichtmesse“ verwandelt, die einige Pfadfinder vorbereitet hatten und von unserem Kuraten Ferdi Vater zelebriert wurde. Alle Gemeindemitglieder konnten sich im Anschluss an den Gottesdienst das Friedenslicht mit nach Hause nehmen. Das Angebot, sich bei heißem Tee im Quadrum ein wenig auszutauschen, nahmen viele Messbesucher wahr.

Das Motto der diesjährigen Friedenslichtaktion war „Friedenserklärung“. Wir als Pfadfinder sehen vor allem zwei Bedeutungen darin: zum einen „ich schließe mit jemandem Frieden“, d.h. als Pfadfinderinnen und Pfadfinder setzen wir uns ein für den Frieden – im Großen wie im Kleinen. Wir setzen in unserem Alltag Zeichen des Friedens. Zum anderen bedeutet es „ich vermittle Wege des Friedens“, d.h. als Pfadfinderinnen und Pfadfinder erziehen wir Kinder und Jugendliche zum Frieden, suchen nach Wegen in Konflikten, haben eine Pädagogik der Mitbestimmung und des eigenen Engagements.

Tom Koch

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